Therapiehunde

Therapiehunde - Wie wird mein Hund ein Therapiehund?

Dass Hunde einen positiven Einfluss auf uns Menschen haben, wird den meisten Hundefreunden längst klar sein. Mittlerweile werden sie auch in den verschiedensten Therapien eingesetzt und zeigen vielversprechende Ergebnisse. Dabei spielt es keine Rolle, welche Form der Therapie angewandt wird. Die Ergebnisse sprechen für sich, denn es ist erwiesen, dass sie beim Senken des Blutdrucks und des Stresslevels helfen können. Doch wie können Hunde zu Therapiehunden ausgebildet werden und welche Hunderassen sind dafür überhaupt geeignet?

 

Inhalt: Therapiehunde

  1. Besuch-, Assistenz- und Therapiehunde
  2. Einsatzgebiete
  3. Arbeitsweise eines Therapiehundes
  4. Das richtige Arbeitsumfeld
  5. Mögliche Erfolge
  6. Die Ausbildung
  7. Hunderassen mit Potenzial
  8. Die Kosten
  9. Fazit

Besuch-, Assistenz- und Therapiehunde

Zunächst müssen wir unterscheiden zwischen den verschiedenen Aufgaben, in denen Hunde eingesetzt werden. Therapiehunde sind nicht mit Assistenz- oder Besuchshunden zu vergleichen. Der Assistenzhund wird zum Beispiel zur Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigung eingesetzt und lebt mit ihnen zusammen. Daher wird auch von Begleithunden gesprochen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Blindenhund. Ein Besuchshund wird ohne Therapieziel und zur Förderung sozialer Kontakte eingesetzt, ist aber nicht permanent bei den Patienten. So wie der Therapiehund, der in aller Regel mit dem Therapeuten zusammen lebt und aufwächst. Seine Aufgabe besteht darin, in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder heilpädagogischen Einrichtungen mit den Patienten gezielt und über mehrere Wochen an einem Therapieplan zu arbeiten. Seine Einsatzgebiete sind dabei erstaunlich vielfältig und so wird er in vielen Bereichen eingesetzt. Mit ihrer Anwesenheit alleine können sie sowohl bei psychisch kranken Menschen hilfreich sein wie bei neurologischen Erkrankungen. Sie haben erstaunliche Fähigkeiten und können den Heilungsverlauf bewiesener Maßen positiv beeinflussen, indem sie wie selbstverständlich Nähe suchen oder zum Spiel auffordern. Auch wenn sie keinen Therapeuten ersetzen, helfen sie doch ungemein bei der therapeutischen Arbeit. Siehe auch: Hund streicheln


Wo werden Therapiehunde eingesetzt?

Da die positiven Effekte von Hunden in der Therapie inzwischen wissenschaftlich belegt sind, finden sie sich in allen möglichen Fachbereichen der therapeutischen Arbeit wieder. So werden sie bei Depressionen, Angst- und Lernstörungen, Sprachproblemen oder anderer psychischer, physischer sowie neurologischen Erkrankungen eingesetzt.

Die Fachgebiete sind:

Wie sieht die Arbeit eines Therapiehundes aus?

Es wird zwischen aktiven und reaktiven Therapiehunden unterschieden. Erste sind entsprechend aktiv und fordern die Patienten zur Interaktion auf, während reaktive Hunde passiv sind und mit viel Empathie auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen. Die Therapieform spielt dabei keine wesentliche Rolle und sowohl Einzel als auch Gruppentherapie ist möglich. Immer in Begleitung seines Menschen, in der Regel dem oder der Therapeuten, helfen sie Menschen in den verschiedensten Lebenslagen. Und das oft unter Situationen, die für den Hund selbst äußerst stressig sein können, beispielsweise in Krankenhäusern. Trotzdem schaffen sie es, auf die unterschiedlichsten Menschen einzugehen und ihnen ganz individuell zu helfen.

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Das richtige Arbeitsumfeld für Therapiehunde

Um das Stresslevel für den Hund niedrig zu halten, sind die Arbeitsbedingungen unheimlich wichtig. Damit er nicht überfordert wird, braucht auch ein Therapiehund Zeiten, in denen er einfach nur Hund sein kann. Die therapeutische Arbeit sollte als Zugabe zum normalen Hundeleben angesehen werden und keinesfalls einer 40-Stunden-Woche eines Berufstätigen Menschen gleichgesetzt werden. Ganz im Gegenteil. Experten raten zu einer maximalen Arbeitszeit von zwei Stunden pro Tag, was aber stark von den Hunden selbst abhängt. Für einige sind zwei Stunden schon zu viel. Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist eben auch für Vierbeiner wichtig! Schließlich kann ein kranker Hund schlecht anderen Menschen dabei helfen, wieder gesund zu werden. Gelegentlich werden auch mehrere Therapiehunde eingesetzt, die sich die Arbeit quasi teilen.

Mögliche Erfolge

Die Erfolge von Hunden in der Therapie sind verblüffend und inzwischen auch wissenschaftlich belegt. So ist bewiesen, dass die reine Anwesenheit eines Hundes nicht nur den Stress reduzieren, sondern auch den Blutdruck senken und Unsicherheiten oder Aggressionen mindern können. Uns gefällt das Streicheln von Hunden (und natürlich auch Katzen) womöglich deswegen so gut, weil unser Körper das Hormon Oxytocin ausschüttet. Dieses Hormon macht uns nicht nur emphatischer und ruhiger, sondern auch glücklich. Doch es ist noch viel mehr, dass Hunde so wertvoll für Therapien macht.

Bei vielen therapeutischen Maßnahmen kommt es auch auf zwischenmenschliche Abläufe an und oft kommt es weniger auf Fachwissen und gut gemeinte Ratschläge an, denn auf Empathie und Einfühlungsvermögen – und auch wenn das für manche befremdlich wirken mag, sind Hunde genau darin besonders gut, wenn nicht sogar besser als Menschen. Während bei einer Therapie von Menschen zu Mensch von manchen Patienten subjektiv wahrgenommen wird, im Endeffekt als krank und bemitleidenswert kategorisiert zu werden, fühlen sie bei Hunden keinerlei Vorurteilen ausgesetzt. Sie werden akzeptiert, wie sie sind und spüren keine Erwartungen oder Druck. Während menschliche Therapeuten mitunter viel Zeit benötigen, um zu einem Patienten durchdringen, schaffen Hunde teilweise in Windeseile eine Verbindung und entlocken den Betroffenen schon nach kürzester Zeit das erste Lächeln nach langer zeit. Viele Patienten beginnen so sich wieder zu öffnen. Ein positiver Effekt ist oft sowohl bei physiologischen als auch bei psychischen Erkrankungen zu erkennen.

Dazu zählen:

Die Ausbildung

Für die Ausbildung zum Therapiehund und Hundetherapeut gibt es keinen allgemeingültigen Weg. Verschieden Anbieter sind auf dem Markt und die Kosten und Anforderungen unterscheiden sich. Ein Eignungstest für Mensch und Hund ist aber die Regel. Die Ausbildung selbst wird in Seminaren angeboten, die oft in verschiedenen Modellen zur Verfügung stehen. Bevor die Ausbildung beginnen kann, bestehen seriöse Anbieter auf einem Wesenstest. Dieser ist elementar und ohne erfolgreiches Abschließen wird es wohl nichts mit der Therapeutenausbildung für den Hund. Hunde werden oft mittels Tradieren ausgebildet. Dabei lernen sie von bereits ausgebildeten Hunden.

Damit Hund und Mensch als Team funktionieren, werden natürlich beide ausgebildet, nicht nur der Vierbeiner. Für den Menschen bedeutet das auch Theorieunterricht, in dem der Umgang mit Hunden erlernt wird. Um die tägliche Arbeit zu vermitteln, besteht die Ausbildung natürlich auch aus einem praktischen Teil, in dem der Therapeut und der Hund lernen, als Team zu arbeiten. Hierbei wird oft auf das sogenannte Tradieren gesetzt. Eine gängige Praxis, bei der junge Hunde von älteren, bereits ausgebildeten Therapiehunden lernen. Um die Ausbildung abzuschließen, folgt am Ende eine theoretische und praktische Prüfung.

Auch wenn im Prinzip alle Hunderassen als Therapiehunde geeignet sind, ist es nicht automatisch jeder Hund. Es gibt einige Rassen, die sich besser eignen als andere. Doch wichtiger ist sein Wesen und wie stark er belastet werden kann. Ein Hund, der schnell gereizt reagiert und bei jeder Gelegenheit bellt, kann in der Therapie schnell kontraproduktiv sein. Ein Therapiehund sollte stattdessen ausgeglichen und ruhig sein. Selbst eine grobe Behandlung von Patienten (zum Beispiel von Kindern oder Menschen mit Beeinträchtigung) muss der Hund ohne Wenn und Aber aushalten und tolerieren!

Leider gibt es keine Gesetzliche Vorgaben für die Ausbildung von Therapiehunden und so gibt es die unterschiedlichsten Modelle. Diese Praxis führt natürlich nicht zu einem einheitlichen Standard und für an einer Ausbildung interessierte kann es schwierig sein, den richtigen Weg zu finden. Auch Patienten können so nicht immer sicher sein, dass ihr Therapiehund die beste Ausbildung genossen hat.

Viele verschiedene Anbieter bieten verschiedenste Modelle der Ausbildung an. Die Kosten und der Aufwand, aber auch die Aufnahmebedingungen sind vollkommen unterschiedlich. Vom Wochenendkurs bis zur mehrmonatigen Ausbildung können sich die Ansprüche gewaltig voneinander unterscheiden. So sind beispielsweise auch Angaben für das Mindestalter der Hunde sehr verschieden – während manche Kurse schon ab 12 Wochen besucht werden können, werden bei anderen zwei Jahre Mindestalter vorausgesetzt. Über das alter des Hundes lässt sich streiten, doch wir empfehlen früh mit der Therapiehundeausbildung zu beginnen. Wie jedoch ein Wochenende reichen soll, ist uns schleierhaft und vollkommen unverständlich. Es mag vielleicht interessant sein, doch wer es ernst meint, sollte sich und dem Hund die entsprechende Zeit lassen. Eine längere Ausbildung ist definitiv zu empfehlen! 

Für den menschlichen Therapeuten gelten sowieso strengere Auflagen und Voraussetzungen, denn ohne eine abgeschlossene Ausbildung oder Studium und zweijährige Berufserfahrung in therapeutischen, pädagogischen, pflegerischen oder medizinischen Berufen kann niemand als Therapeut arbeiten.

Hunderassen mit Potenzial zum Therapiehund

Obwohl im Prinzip alle Hunderassen als Therapiehunde geeignet sind, ist es nicht automatisch jeder Hund. Es gibt einige Rassen, die sich besser eignen als andere. Doch wichtiger ist sein Wesen und wie stark er belastet werden kann.

Die Kosten

Bei den verschiedenen Ausbildungsformen überrascht es nicht, dass die Kosten für diese
sich sehr unterscheiden. Wer eine längere und umfangreichere Ausbildung möchte, muss dafür etwa 1500 bis zu 5000 Euro einplanen. Da es sich im Fall einer Fortbildung in der Regel um Betriebskosten handelt, können diese meist vollumfänglich von der Steuer abgesetzt werden.

Fazit

Wer als Therapeut arbeiten möchte, plant das meist schon mit dem Ende der schulischen Ausbildung. Entsprechend früh können die richtigen Weichen gestellt werden. Je länger und grundlegender eine Ausbildung zum Hundetherapeut ist, desto vielversprechender sind die Möglichkeiten auf Erfolg. Ein kurzer Schnupperkurs übers Wochenende macht sicher keinen Therapiehund, und wer ernsthaftes Interesse an diesem Beruf hat, muss sich die Zeit nehmen und auch finanziell investieren! Doch es kann sich lohnen, denn es gibt vermutlich kaum einen schöneren beruflichen Erfolg, als Menschen dabei zu helfen, gesund zu werden.

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