Stöberhunde

Stöberhunde

In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über Stöberhunde. Wir stellen dir die verschiedenen Rassen dieser Hunde vor, beleuchten ihre besonderen Fähigkeiten, Anwendungsbereiche und einzigartigen Eigenschaften. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Stöberhunde, für wen sie empfohlen werden und welche Prüfungen für Jäger von Bedeutung sind.

Inhalt: Was du über Stöberhunde wissen solltest.

  1. Stöberhunde – Wild aufzuspüren und vor den Jägern bringen.
  2. Was zeichnet einen Stöberhund aus?
  3. Einsatzbereiche von Stöberhunden
  4. Unterschiede von Stöberhunden
  5. Prüfungen für Stöberhunde
  6. Keine Aufgaben von Stöberhunden
  7. Familientauglichkeit
  8. Fazit

Stöberhunde – Wild aufzuspüren und vor den Jägern bringen.

Die Stöberhunde bilden eine Gruppe von Jagdhunden, die in Deutschland lange Zeit wenig Aufmerksamkeit erhielten. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Wild zu suchen, es aufzustöbern und in Schussposition zu bringen.

In Deutschland gibt es insgesamt neun anerkannte Stöberhunderassen, was diese Jagdhundegruppe vergleichsweise überschaubar macht. Unter ihnen befindet sich nur eine deutsche Vertreterrasse, der Deutsche Wachtelhund.

Was zeichnet einen Stöberhund aus?

Stöberhunde sind traditionell bei Niederwildjagden im Einsatz. In dieser Rolle werden sie angeleint und suchen eigenständig nach Wild, das sie dann vor die Schützen treiben sollen. Bei der Arbeit mit Stöberhunden ist es von großer Bedeutung, dass sie selbstständig, in einem weiträumigen Muster und gründlich nach Wild suchen, ohne ständig den Kontakt zum Hundeführer zu suchen.

Besonders herausragend ist die Fähigkeit von Stöberhunden, spurlaut zu jagen. Dies bedeutet, dass sie während der Jagd Laut geben, um die Schützen rechtzeitig über das auftauchende Wild zu informieren.

Einsatzbereiche von Stöberhunden

Aufgrund der Verringerung der Niederwildbestände und der kleineren Jagdgebiete werden Stöberhunde heute häufiger bei der Jagd auf Schalenwild eingesetzt. In dieser Funktion übernehmen sie ähnliche Aufgaben wie Vorstehhunde, allerdings stehen sie nicht vor dem Wild und agieren weniger führerbezogen. Dies macht sie besser geeignet, um weitläufige Gelände gründlich zu durchsuchen.

Aufgabenbereiche der Stöberhunde vor dem Schuss:

  • Durchstöbern von Hecken und Schilf
  • Stöbern in Dickungen
  • Spurlautes Zutreiben von Wild

Aufgabenbereiche der Stöberhunde nach dem Schuss:

  • Apport von erlegtem Wild
  • Nachsuche auf der Schweißfährte
  • Versuchensuche von beschossenem Wild
  • Runterziehen von krankem Wild

Stöberhunde sind vielseitige Jagdbegleiter, jedoch sind sie in Deutschland nicht weit verbreitet. Dies liegt hauptsächlich daran, dass häufig die notwendigen Jagdflächen fehlen und viele Hundeführer es bevorzugen, dass ihre Hunde regelmäßig Sichtkontakt halten.

Unterschiede von Stöberhunden

Ein bedeutender Unterschied zwischen den verschiedenen Stöberhundrassen liegt in ihrer Härte. Ursprünglich war für die Jagd auf Fasan und Hase keine besondere Härte erforderlich, da sie nicht in Kontakt mit wehrhaftem Wild kamen. In der heutigen Zeit, aufgrund der steigenden Schwarzwildbestände, hat sich dies jedoch geändert, insbesondere der Deutsche Wachtelhund zeigt eine höhere Härte.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Größe und Stärke. Besonders die leichteren Vertreter dieser Jagdhundegruppe sind nicht in der Lage, schwerere Beute zu apportieren.

Prüfungen für Stöberhunde

Für Stöberhunde gibt es eine Vielzahl von Prüfungen, die Sie mit Ihrem Hund absolvieren können. Eine grundlegende und empfehlenswerte Prüfung ist die Brauchbarkeitsprüfung, bei der die grundlegenden Fähigkeiten für den jagdlichen Einsatz überprüft werden. In einigen Bundesländern und je nach Jagdhaftpflichtversicherung ist diese Prüfung sogar erforderlich, um sicherzustellen, dass Ihr Jagdhund während der Jagd haftpflichtversichert ist.

Im Jugendalter von Stöberhunden wird oft geprüft, ob sie schusssicher sind und Wasser lieben. Auch ihre Fähigkeit, auf großem Gelände zu suchen, wird in dieser Phase geprüft und bewertet. Später liegt der Schwerpunkt häufig auf der Unterordnung und Gehorsamkeit des Hundes, sowie auf seinem lauten Jagdverhalten.

Darüber hinaus entscheiden sich viele Hundeführer, ihre Stöberhunde in verschiedenen Schweißprüfungen zu führen, um ihre Fähigkeiten in der Nachsuche zu testen und zu fördern.

Keine Aufgaben von Stöberhunden

Stöberhunde sind äußerst vielseitig einsetzbar, dennoch sind sie nicht uneingeschränkt für alle Jagdaufgaben geeignet. Aufgrund ihrer Körpergröße und -struktur sind sie ungeeignet für Erdarbeiten, da sie nicht in Bauten passen können. Auch zum Vorstehen, einer speziellen Jagdmethode, eignen sie sich aufgrund fehlender Anlagen nicht.

Die meisten Stöberhunde sind zudem nicht geeignet, um krankes Wild zu erlegen. Hier fehlt ihnen die notwendige Härte und Aggressivität.

Familientauglichkeit

Die Mehrheit der Stöberhunde passt sich hervorragend in das Familienleben ein. Sie sind kinderfreundlich, gut für das Zusammenleben im Haus geeignet und neigen dazu, sich gut mit anderen Hunden zu vertragen. Allerdings ist eine gute Hundetraining und Gehorsam genauso wichtig wie bei allen anderen Hunderassen.

Stöberhunde können auch als Hofhunde dienen, jedoch ist es von großer Bedeutung, einen besonderen Fokus auf Gehorsam und Unterordnung zu legen. Diese Hunde haben oft den Drang, eigene Entscheidungen zu treffen und weit zu gehen, daher ist eine konsequente Erziehung notwendig, um ein harmonisches Zusammenleben zu gewährleisten.

Fazit

Zusammenfassend sind Stöberhunde äußerst vielseitige und familienfreundliche Begleiter, die sich gut in das Familienleben integrieren. Sie vertragen sich oft gut mit Kindern und anderen Hunden und können problemlos im Haus gehalten werden. Die Erziehung und Gehorsamkeit sind jedoch entscheidend, da Stöberhunde dazu neigen, eigene Entscheidungen zu treffen und weit zu gehen. Insgesamt sind Stöberhunde loyal und vielseitig einsetzbar, solange sie gut erzogen werden.

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