Schweißhunde

Schweißhunde

Hier erfährst du alles Wissenswerte über Schweißhunde. Wir werden dir die verschiedenen Rassen dieser speziellen Jagdhundegruppe vorstellen und Ihnen näher bringen, was sie besonders auszeichnet, wofür sie eingesetzt werden und welche Prüfungen sie durchlaufen, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Inhalt: Was du über Schweißhunde wissen solltest.

  1. Schweißhunde – kleinste Gruppe der Jagdhunde
  2. Was zeichnet einen Schweißhund aus?
  3. Einsatzbereiche von Schweißhunden
  4. Prüfungen für Schweißhunde
  5. Keine Aufgaben von Schweißhunden
  6. Schweißhunde - Familientauglichkeit
  7. Fazit

Schweißhunde – kleinste Gruppe der Jagdhunde

Schweißhunde sind eine Gruppe von Hunden, die speziell für die Nachsuche von verletztem oder angeschossenem Wild ausgebildet sind. Ihre Fähigkeit, menschliche Gerüche und Körpersäfte zu verfolgen, macht sie zu unverzichtbaren Helfern für Jäger und Wildhüter. Hier sind einige der bekanntesten Schweißhundrassen und ihre Merkmale:

  • Deutsche Bracke
  • Bayerischer Gebirgsschweisshund
  • Brandlbracke

Was zeichnet einen Schweißhund aus?

Schweißhunde verfügen über eine äußerst empfindliche Nase und wissen genau, wie sie sie effektiv einsetzen können. Wenn sie auf die Spur eines verletzten oder toten Wildtieres angesetzt werden, beweisen sie stets ihre unübertroffene Fähigkeit, das Ziel sicher zu finden. Diese Hunde arbeiten in einer ruhigen und hochkonzentrierten Weise, während sie immer mit ihrer Nase tief am Boden schnüffeln. Ihr unerschütterlicher Entschluss und ihr unaufhaltsamer Drang, die Fährte zu verfolgen und das Wild zu finden, sind bemerkenswert.

Schweißhunde werden oft als Experten in ihrem Bereich herangezogen, insbesondere wenn allgemeine Jagdhunde nicht mehr weiterkommen. Dies bedeutet, dass sie oft in Situationen arbeiten müssen, in denen bereits ein anderer Hund die Verfolgung aufgenommen hat und nach dem verletzten Tier gesucht hat. In solchen Fällen müssen sie in der Lage sein, den Verleitungen standzuhalten und die Spur selbst über weite Distanzen aufrechtzuerhalten.

Einsatzbereiche von Schweißhunden

Schweißhunde sind ausschließlich auf die Schweißarbeit spezialisiert. Sie sind Experten in dieser Disziplin und benötigen etwa 100 Nachsuchen pro Jahr, um ihre Fähigkeiten auf höchstem Niveau zu halten. Dies lässt nur wenig Raum für die Teilnahme an anderen Hundesportarten oder Aufgaben.

Viele Schweißhunde zeigen auch eine beeindruckende Fähigkeit, sich am verletzten Wild zu verankern und es zu Boden zu ziehen. Dieses Verhalten kann in der Nachsuche äußerst nützlich sein, da es dazu beiträgt, das Wild sicher zu kontrollieren und dem Jäger eine sichere Handhabung zu ermöglichen.

Prüfungen für Schweißhunde

Voruntersuchung

Hauptprüfung

Die Vorprüfung, auch bekannt als Brauchbarkeitsprüfung, hat zum Hauptziel festzustellen, ob ein Hund den gesetzlichen Anforderungen entspricht. In vielen Fällen verlangt die Jagdhaftpflichtversicherung diese Prüfung, um den Hund in die Versicherung aufzunehmen. Sie dient auch dazu, die natürlichen Anlagen eines jungen Hundes zu bewerten. Während der Prüfung werden verschiedene Aspekte wie das Verhalten des Hundes, die Riemenarbeit auf einer künstlichen Fährte, die Suche nach verendeten Tieren, die Gehorsamkeit an der Leine, die Reaktion auf Schüsse und das Verhalten am gefundenen Wild überprüft.

Die Hauptprüfung hingegen ist eine umfassende praktische Prüfung, bei der nicht nur die Fähigkeiten des Hundes unter die Lupe genommen werden, sondern auch seine Eignung für die Zucht festgestellt wird. In dieser Prüfung werden insbesondere die Arbeit auf der natürlichen Fährte, die Jagd, das Verfolgen, das Anzeigen von Wild und das Verhalten gegenüber verendeten Tieren genau überprüft.

Keine Aufgaben von Schweißhunden

Die meisten Schweißhundeführer widmen ihre Hunde ausschließlich der Schweißarbeit. Dies hat den Grund, dass herausragende Leistungen in diesem Bereich nur dann erzielt werden können, wenn keine Ablenkungen vorhanden sind. Es ist besonders wichtig sicherzustellen, dass der Schweißhund keine Aufgaben übernimmt, bei denen eine hohe Nasenführung erforderlich ist. Hierzu gehören beispielsweise das Suchen nach verlorenen Gegenständen und das Durchsuchen von Gelände auf der Suche nach Wild.

Schweißhunde - Familientauglichkeit

Schweißhunde sollten in die Hände erfahrener Hundeführer gegeben werden, die in der Lage sind, sie zuverlässig zu beschäftigen. Als anerkannte Schweißhundeführer müssen sie stets verfügbar sein und unter Umständen auch weite Strecken zurücklegen, um ihren Hunden ausreichend Arbeit und Hundetraining bieten zu können.

Wenn Schweißhunde gefordert und gefördert werden, entwickeln sie in der Regel eine ausgeglichene Persönlichkeit und sind gut für das Familienleben geeignet. Es ist jedoch von großer Bedeutung, dass sie eine konsequente Erziehung erhalten und ihre Grenzen kennen, um ein harmonisches Zusammenleben zu gewährleisten.

Fazit

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Schweißhunde eine spezialisierte und hoch geschätzte Gruppe von Jagdhunden sind, die für die Nachsuche von verletztem oder angeschossenem Wild unverzichtbar sind. Sie zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Nase, ihre Konzentration und ihren unermüdlichen Spürwillen aus. Schweißhunde müssen von erfahrenen Hundeführern betreut werden, die ihnen die notwendige Arbeit und Ausbildung bieten können.

Wenn Schweißhunde richtig gefördert und gefordert werden, entwickeln sie sich zu ausgeglichenen und familientauglichen Hunden. Die Schlüssel dazu sind eine konsequente Erziehung und das Verständnis für ihre Bedürfnisse. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hundeführern und ihren Schweißhunden trägt dazu bei, die ethische und verantwortungsvolle Ausübung der Jagd zu gewährleisten und verletztes Wild zu finden und zu bergen.

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