Apportierhunde

Apportierhunde

Apportierhunde spielen eine längere Rolle in der Jagd auf Niederwild. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das erlegte Wild sicher zum Hundeführer zu bringen, sprich zu apportieren. Um sicherzustellen, dass das wertvolle Wildbret dabei keine Schäden erleidet, sind diese Hunde mit besonders sanften und abgerundeten Zähnen ausgestattet.

Lassen Sie uns die verschiedenen anerkannten Apportierhunderassen vorstellen, ihre herausragenden Fähigkeiten beleuchten und einen Blick auf ihre geschichtlichen Hintergründe werfen. Begleite uns in die faszinierende Welt der Apportierhunde, und erfahre alles, was du schon immer über sie wissen wollten.

Inhalt: Was du über Apportierhunde wissen solltest.

  1. Apportierhunde – Experten für die Aufgaben nach dem Schuss.
  2. Was zeichnet einen Apportierhund aus?
  3. Einsatzbereiche von Apportierhunden
  4. Unterschiede von Apportierhunderassen
  5. Prüfungen für Apportierhunde
  6. Keine Aufgaben von Apportierhunden
  7. Apportierhunde - Familientauglichkeit
  8. Fazit

Apportierhunde – Experten für die Aufgaben nach dem Schuss.

Apportierhunde, die auch unter dem Namen Retriever bekannt sind, repräsentieren eine besondere Gruppe von Jagdhunden. Sie wurden gezielt gezüchtet und trainiert, um nach dem Schuss das erlegte Wild effizient zu finden und sicher zu ihrem Hundeführer zurückzubringen.

Was zeichnet einen Apportierhund aus?

Apportierhunde, wie ihr Name bereits vermuten lässt, wurden gezielt gezüchtet, um Wild zu apportieren. Um diese Aufgabe zuverlässig auszuführen, benötigen sie kraftvolle Tragfähigkeiten, einen starken Jagdinstinkt und eine ausgeprägte Bereitschaft, das erlegte Wild sicher zurückzubringen.

Egal ob sie sich auf dem Feld, im Wald oder im Wasser befinden – wenn ein Retriever ein Stück Wild aufspürt, ist es für ihn selbstverständlich, es aufzunehmen und zu seinem Hundeführer zu bringen. Besonders bemerkenswert ist dabei ihre Fähigkeit, das aufgenommene Wild behutsam zu halten, dank ihrer feinen Griffigkeit und abgerundeten Zähne, um sicherzustellen, dass es nicht verletzt wird.

Aufgrund ihres ausgezeichneten Geruchssinns und ihres starken Findewillens können Apportierhunde auch für die Suche nach verletztem Wild eingesetzt werden. Sie zeichnen sich durch einen ausgeprägten Arbeitseifer und hervorragenden Gehorsam aus. Dies führt dazu, dass sie sich auf dem Jagdstand äußerst ruhig verhalten und ihre Aufgaben ruhig und bedacht erfüllen.

Einsatzbereiche von Apportierhunden

Apportierhunde sind hochspezialisierte Tiere, die gezielt dort eingesetzt werden, wo ihre Fähigkeiten besonders gefragt sind, nämlich bei der Arbeit nach dem Schuss auf Niederwild.

Einstzgebiete sind:

  • die Wasserarbeit
  • die Jagd auf Federwild im Feld
  • die Hasenjagd
  • Verlorensuchen
  • Nachsuche auf der Schweißfährte

Die Retriever haben klare Einsatzbereiche, die sie vor allem in Revieren mit Gewässern und einem reichhaltigen Vorkommen von Federwild finden lassen.

Unterschiede von Apportierhunderassen

In Bezug auf ihre jagdlichen Fähigkeiten zeigen die verschiedenen Retriever-Rassen kaum Unterschiede. Sie alle zeichnen sich durch einen ausgeprägten Findewillen, eine beeindruckende Bringtreue und einen vorbildlichen Gehorsam aus. Die Unterschiede zwischen ihnen sind hauptsächlich äußerlicher Natur.

Durch ihre Familienfreundlichkeit sind Retriever auch bei Nicht-Jägern äußerst beliebt. Der Golden Retriever hat sich hier besonders hervorgetan und wird oft als die bevorzugte Wahl betrachtet. Dies hat zur Folge, dass die Mehrheit dieser Hunde nicht für jagdliche Zwecke eingesetzt wird.

Prüfungen für Apportierhunde

  • WT – Wesenstest
  • LSP – Langschleppenprüfung
  • BLP – Bringleistungsprüfung
  • Jgp/R – Jagdgebrauchsprüfung für Retriever
  • SwR – Schweißprüfung für Retriever
  • JP/R – Jugendprüfung für Retriever
  • RGP – Retrievergebrauchsprüfung
  • PnS – Vereinsprüfung nach dem Schuss
  • SRP – St. John’s Retrieverprüfung
  • R/SwP – Retriever-Schweißprüfung

Keine Aufgaben von Apportierhunden

Retriever sind Spezialisten und daher für viele Aufgaben ungeeignet. Aufgrund ihrer Körpergröße sind sie beispielsweise nicht für die Baujagd geeignet. Darüber hinaus fehlt ihnen die natürliche Veranlagung zum Vorstehen, und sie sind normalerweise nicht scharf genug, um Wild zu packen.

In begrenztem Maße können sie für das Stöbern eingesetzt werden. In besonders schwierigem Gelände haben sie jedoch Schwierigkeiten, voranzukommen.

Apportierhunde - Familientauglichkeit

Apportierhunde sind in der Regel äußerst familienfreundliche Tiere. Sie sind hervorragende Haushunde, zeigen Freundlichkeit gegenüber Kindern und passen sich leicht in die Familienstruktur ein. Ihre sanfte Natur erleichtert die Erziehung und fördert ein harmonisches Zusammenleben.

Fazit

Insgesamt sind Apportierhunde, auch als Retriever bekannt, hochspezialisierte Jagdhunde, die eine wichtige Rolle bei der Arbeit nach dem Schuss auf Niederwild spielen. Sie zeichnen sich durch ihren starken Findewillen, ihre ausgeprägte Bringtreue und ihren guten Gehorsam aus. Obwohl sie für verschiedene jagdliche Aufgaben geeignet sind, sind sie aufgrund ihrer Größe und Veranlagung nicht für alle jagdlichen Disziplinen geeignet. Abseits der Jagd sind Retriever aufgrund ihrer familienfreundlichen und sanften Natur beliebte Haushunde und tragen zu einem harmonischen Miteinander bei.

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