Hundekekse selber backen

Hundekekse selber backen - Tipps & Rezepte

Selbstgemacht schmeckt doch immer am besten! Das gilt für Weihnachtsplätzchen ebenso wie für Kekse für deinen Vierbeiner. Damit kannst du ihm eine Freude machen und weißt genau, was im Leckerbissen drin ist. Hundekekse selber backen ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Mit den hier vorgestellten Rezepten lässt sich kinderleicht ein Vorrat an Hundekeksen anlegen, sodass du jederzeit etwas Frisches und Bekömmliches für deine Fellnase zur Hand hast.

Hundekekse eignen sich nicht nur bestens fürs Hundetraining, sondern auch als Snack oder Belohnung für zwischendurch. Probiere es einfach mal aus! Los gehts!

Hundekekse selber backen - das sind die Vorteile

Es gibt viele Gründe aktiv zu werden und Hundekekse selbst zu backen. Hier sind gleich vier davon:

Wieso Hundekekse selber backen?

Diese Zutaten sind für Hunde tabu

Genau wie wir Menschen nicht alle Lebensmittel vertragen, können auch Hunde nicht alles essen. Wir selbst lernen, dass zum Beispiel die Tollkirsche giftig für uns ist und wir sie deshalb nicht essen dürfen.

Ein Hund wird jedoch fast alles fressen, was wir ihm geben oder was er findet, wenn er am Geruch nichts Schlechtes feststellen kann. Es liegt also an uns darauf zu achten, was wir füttern und welche Lebensmittel wir besser außerhalb der Reichweite unseres Vierbeiners aufheben sollten.

Im schlimmsten Fall droht sogar eine ernsthafte Lebensmittelvergiftung, die zum Tod führen kann. Deshalb sollte man nicht nur über mögliche Allergien und Unverträglichkeiten seines Haustiers Bescheid wissen, sondern auch die (zum Teil vermeintlich harmlosen) Lebensmittel kennen, bei denen Gefahr droht.

Diese Lebensmittel sind ungesund oder sogar gefährlich und sollten NICHT zu Hundekeksen verarbeitet werden:

Eis

Du solltest deinem Hund kein Eis zum Verzehr anbieten, da es zu viel Zucker enthält. Genau wie bei uns Menschen haben einige Hunde eine Laktoseintoleranz. Alternativ kannst du Früchte wie Äpfel, Ananas, Erdbeeren und Himbeeren einfrieren und deinem Hund so ein leckeres, fruchtiges Eis servieren.

Knoblauch & Zwiebel

Knoblauch und Zwiebeln, Lauch und Schnittlauch sind allesamt Teil der Allium-Familie, die für Hunde sehr giftig sein können, da sie N-Propyldisulfid enthalten, was bei Hunden unter anderem Probleme mit dem Zahnfleisch oder der Herzfrequenz mit sich führen kann.

Macadamia

Macadamianüsse gehören zu den giftigsten Dingen, die dein Hund essen kann. Die Nüsse gehören zur Familie der Protaceae und können nicht nur Erbrechen verursachen, sondern sich auch auf das Nervensystem auswirken – also Pfoten weg!

Bittermandeln

Bei Mandeln gibt es Unterschiede. Die Bittermandel ist durch das enthaltene Amygdalin potenziell tödlich für Hunde. Optisch ist sie kaum von der süßen Mandel zu unterscheiden. Sie wird jedoch oft in Nussmischungen verkauft. Die süße Mandel ist hingegen unbedenklich.

Trauben & Rosinen

Dein Hund sollte niemals Rosinen oder Trauben vorgesetzt bekommen, da sie selbst in kleinen Mengen gefährlich sein und gesundheitliche Probleme verursachen können. Es gibt zwar Hunde, die sie vertragen, doch im schlimmsten Fall führt der Verzehr zum Nierenversagen. Warum manche Hunde Trauben fressen können und andere nicht, ist ein ungeklärtes Rätsel der Wissenschaft. 

Nachtschatten-gewächse

Kartoffeln, Tomaten, Aubergine oder Paprika sind Nachtschattengewächse und enthalten das giftige Solanin. Sie dürfen Hunden auf keinen Fall roh serviert werden. Gekocht sind sie jedoch kein Problem und sind besonders in Form der Kartoffel in vielen Getreidefreien Futtersorten Ersatz für Kohlenhydrate. Wie immer macht die Dosis das Gift. Eine einzige Tomate wird in der Regel keinen Notfall auslösen.

Zimt

Zimt ist nicht für Hunde geeignet. Er reizt die Schleimhäute und kann den Blutzucker deines Hundes zu stark senken. Des Weiteren kann er zu Erbrechen, Durchfall und sogar Herz- und Leberproblemen führen. In Pulverform verursacht Zimt zudem Atembeschwerden.

Salz

Die Ernährung deines Hundes sollte keine zu großen Mengen an Salz enthalten, da es sonst zu einer Salzvergiftung oder akutem Wassermangel kommen kann. Dies äußert sich unter Umständen in Erbrechen, Durchfall oder sogar Krampfanfällen. In geringen Mengen schadet es nicht und ist sogar wichtig.

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Avocado

Es wäre schon recht dekadent seinem Hund Guacamole zu servieren – und es wäre auch nicht gesund. Denn die Avocado enthält Persin. Wenn es auch nur in geringen Mengen enthalten ist, kann es für Hunde lebensbedrohlich sein. Avocados zeichnen sich zudem durch einen hohen Fettgehalt aus, wodurch sie für Hunde grundsätzlich eher ungeeignet sind.

Xylit & Birkenzucker

Zucker ist nichts für Hunde, doch Ersatzstoffe wie Birkenzucker oder Xylit (auch Xyliton oder E967) sind für Hunde noch deutlich gefährlicher. Beide Ersatzstoffe können für eine zu hohe Insulinausschüttung auslösen. In deren Folge kommt es zu einem Blutzuckerabfall. Nicht selten führt das zu Leberschäden oder gar zum Tot des Hundes.

Rohe Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen oder Erbsen sind in rohem Zustand ungenießbar für Hunde – und auch wir Menschen essen sie kaum ungekocht. Denn rohe Hülsenfrüchte bzw. das in ihnen enthaltene Phasin, können gefährlich werden. Es kann zu Durchfall und Fieber führen – wenigstens aber zu starken Blähungen und Verstopfungen. Auch gekocht sind sie für Hunde mit Vorsicht zu genießen.

Rohes Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus enthalten, das für uns Zweibeiner kein Problem darstellt, für unsere geliebten Vierbeiner jedoch zur tödlichen Gefahr werden kann. Es kann zur sogenannten Pseudo-Tollwut kommen. Auch Trichinen und Salmonellen bilden eine Gefahr. Die Knochen hingegen sollten NUR ungekocht serviert werden, da gekochte Knochen leicht splittern und den Hunde verletzen können.

Nikotin

Dass Nikotin nicht gesund ist, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Doch für Hunde ist es sogar extrem giftig. Die meisten werden nicht auf solche Ideen kommen und ihrem Hund Nikotin verabreichen, doch um sicher zu gehen hier noch einmal der Hinweis: Kein Nikotin für Hunde! Übrigens kommt Nikotin auch in Tomaten vor. Für uns Menschen ist die geringe Dosis sogar gesund und beugt einer Parkinson-Erkrankung vor.

Alkohol

In der Torte macht Alkohol sich durchaus nicht schlecht, doch für Hunde ist er natürlich keine Option. Wer einen gesunden Menschenverstand walten lässt, sollte zu dem gleichen Schluss kommen. Hunde reagieren enorm auf Alkohol und landen schnell im Koma oder sterben sogar daran. Unserer Meinung nach wäre das schon Tierquälerei und somit durchaus strafbar. Wer solch einen Missbrauch an Tieren beobachtet, kann Anzeige erstatten.

Steinobst

Steinobst wie Pflaume, Pfirsich oder Mangos sind im Grunde kein Problem – abgesehen von ihren Kernen. Futtern Hunde diese, kann es zu heftigen Darmbeschwerden bis hin zum Darmverschluss kommen. Auch als Knochenersatz dienen die Kerne nicht, da hierbei Blausäure frei gesetzt wird. Die ist übrigens auch für Menschen ungesund. 

Schockolade

Hunde sollten keinesfalls Schokolade essen, da diese Methylxanthine beinhalten, die den Stoffwechsel deines Hundes unterbinden. Bereits kleine Mengen an Schokolade können zu Durchfall und Erbrechen und sogar zu Herzrhythmusstörungen führen.

Des Weiteren sollten folgende Lebensmittel besser vermieden werden:

Was tun im Notfall?

Ruhe bewahren, den Tierarzt oder die Tierärztin anrufen und im Idealfall die Verpackung des verzehrten Lebensmittels (zum Beispiel die Süßigkeitenverpackung) mitnehmen. Die genaue Zusammensetzung kann bei einer hoch verarbeiteten Speise ausschlaggebend für die Behandlung des Hundes sein.

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Hundekekse kann man wirklich aus den einfachsten Zutaten herstellen und die gute Nachricht ist, dass die meisten von uns wahrscheinlich bereits einige davon zu Hause haben. Haferflocken, Eier, diverse (eventuell glutenfreie) Mehle, Möhren, Fleisch oder Fisch eigenen sich perfekt für dein Vorhaben. 

Wenn du erst mal ein Grundrezept gefunden hast, mit dem du gut zurechtkommst, kannst du selbst anfangen zu experimentieren und kreativ zu werden. Für den Anfang findest du hier ein paar Ideen.

Tipp 1: Jeder Ofen heizt anders! Auf die Temperaturanzeige ist leider nicht immer verlass, daher ist ein zusätzliches Ofenthermometer (gibt es bereits ab zehn Euro zu kaufen) keine schlechte Idee, von der auch deine anderen Backwaren in Zukunft profitieren werden. Alternativ immer wieder einen prüfenden Blick in den Ofen werfen, ob auch nichts verbrennt. 

Tipp 2: Kekse müssen nicht knochenhart aus dem Ofen kommen, um „durch“ zu sein. Es reicht, wenn sie fest sind (Stäbchenprobe) und sich die Ränder leicht braun färben. Normalerweise backen sie auch ohne Hitze immer noch etwas nach beziehungsweise lässt du sie über Nacht im ausgeschalteten Ofen trocknen. 

Tipp 3: Lieber erst mal mit zu wenig Flüssigkeit starten als zu viel! Du kannst dich langsam an die richtige Konsistenz heranarbeiten.

Hundekekse-Rezepte

Hundekekse Grundrezept

Eine der einfachsten Varianten ist tatsächlich ein Glas Babybrei auf Gemüse- oder Obstbasis mit etwa der gleichen Menge an Vollkornmehl zu verrühren. Passe die  Mehlmenge so lange an, bis ein Teig entsteht, den man kneten und zu einer Platte ausrollen kann. 

Ist der Teig zu krümelig, dann füge einfach löffelweise etwas Wasser hinzu, bis er sich formen lässt und umgekehrt mehr Mehl, wenn er zu flüssig ist. 

Mit einem Plätzchenausstecher, einem Glas oder mit einem Pizzaroller lassen sich nun kleine Portionen ausstechen, die bei circa 170 °C für circa 25 Minuten im vorgeheizten Ofen gebacken werden.

Hundekekse mit Hähnchen oder Thunfisch (glutenarm)

Roggenmehl enthält von den gängigsten Mehlsorten am wenigsten Gluten. Maisstärke ist
sogar komplett glutenfrei.

Hühnchen oder Thunfisch mit dem Öl und der Brühe fein pürieren. Das geht hervorragend in einer Küchenmaschine oder auch mit einem Pürierstab. Mit Mehl und Stärke vermengen und zu einem festen Teigball verarbeiten.

Dünn ausrollen und Lieblingsformen ausstechen. Die Kekse brauchen im auf 180 °C vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten.

Hundekekse mit Möhren und Haferflocken

Alle Zutaten bis zur gewünschten Konsistenz verkneten. Kleine Portionen abstechen, zu Kugeln formen und auf ein Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C für 30 min backen.

Richtig edle Hundekekse

Wenn du nach etwas Besonderem suchst, könnte das das richtige Rezept für dich sein:

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen. Plätzen mit deinem Lieblingsmotiv ausstechen und im vorgeheizten Backofen bei 170 °C für 18 min backen.

Fazit - Hundekekse selber backen

Hundekekse selber backen ist supereinfach, macht Spaß und du tust deinem Tier auch noch etwas Gutes damit, da du genau auf seine Bedürfnisse und seinen Geschmack eingehen kannst. Die selbstgebackenen Hundekekse bewahrst du am besten je nach Sorte in einem geeigneten Gefäß auf:

Halbfeuchte Kekse sollten gut verschlossen in den Kühlschrank wandern und innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden. Du kannst sie aber auch einfrieren und  portionsweise auftauen.

Trockene Kekse können immer noch ein bisschen Restfeuchte besitzen, weshalb du sie nicht in einem hermetisch abgeschlossenen Behälter (zum Beispiel einem Schraubglas) lagern solltest. Sie könnten dadurch verderben. Besser ist es hingegen, eine Blechdose zu verwenden.

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