Bracken

Bracken

Hier findest du umfassende Informationen über Bracken, eine der wahrscheinlich ältesten Gruppen von Jagdhunderassen. Bracken werden oft auch als Jagdhunde oder Laufhunde bezeichnet und umfassen acht verschiedene Vertreter. Obwohl sie in Bezug auf die Anzahl der Rassen eine kleinere Gruppe bilden, sind sie aufgrund ihrer historischen Bedeutung von großer Relevanz.

Inhalt: Was du über Bracken wissen solltest.

  1. Bracken – älteste Gruppe der Jagdhunde
  2. Was zeichnet eine Bracke aus?
  3. Einsatzbereiche von Bracken
  4. Unterschiede von Bracken
  5. Prüfungen für Bracken
  6. Keine Aufgaben von Bracken
  7. Familientauglichkeit
  8. Fazit

Bracken – älteste Gruppe der Jagdhunde

Bracken oder Laufhunde sind oft die Wahl erfahrener Hundeführer. Es wird vermutet, dass sie die Vorfahren vieler Jagdhunderassen sind, die über hängende Ohren verfügen. Sie sind aufgrund ihrer charakteristischen Jagdweise sehr geschätzt. In diesem Artikel erhälst du umfassende Informationen über Bracken oder Laufhunde und erhalte einen Überblick über die anerkannten Rassen innerhalb dieser bedeutenden Jagdhundegruppe.

Was zeichnet eine Bracke aus?

Bracken sind in der Jagd auf Haarwild äußerst wertvolle Hunde. Sie zeichnen sich durch ihren hervorragenden Findewillen, ihren ausgezeichneten Geruchssinn und ihre hartnäckige Suche, auch in ausgedehnten Gebieten, aus. Ihre Einsatzweise hat der Brackenjagd ihren Namen gegeben, bei der es sich um eine spezielle Form der Treibjagd auf Hasen handelt. Hierbei wird die natürliche Tendenz des Hasen ausgenutzt, immer zu seiner Sasse zurückzukehren. Eine spurlaute Bracke verfolgt den Hasen, während der Jäger an der Sasse wartet und den zurückkehrenden Hasen erlegt.

In Deutschland ist das Brackieren nur in Revieren erlaubt, die eine Fläche von mehr als 1.000 Hektar umfassen.

Zusätzlich werden die Hunde häufig in Drückjagden eingesetzt, um beispielsweise Rotwild und Schwarzwild aufzustöbern und vor die Schützen zu bringen. Dank ihrer moderaten Geschwindigkeit und ihres zuverlässigen Spurlauts hetzt die Hunderasse das Wild nicht, sondern führen es in kontrollierter Geschwindigkeit zu den Schützen.

Die Hunde sind aufgrund ihrer Fähigkeiten auch gut für die Schweißarbeit geeignet, um verletztes Wild aufzuspüren und zu verfolgen.

Einsatzbereiche von Bracken

Bracken sind äußerst fleißige Hunde, die sowohl auf dem Feld als auch im Wald effizient arbeiten können. Sie zeichnen sich besonders durch ihren Fleiß aus und können sowohl vor als auch nach dem Schuss in verschiedenen Aufgabenbereichen eingesetzt werden.

Aufgabenbereiche der Bracken vor dem Schuss:

  • Brackieren
  • Stöbern
  • Spurlautes Jagen

Aufgabenbereiche der Bracken nach dem Schuss:

  • Schweißarbeit
  • Verlorensuche
  • Apport

Bracken sind Spezialisten in der eigenständigen Jagd und treffen eigenverantwortliche Entscheidungen. Sie jagen in der Regel ohne direkten Sichtkontakt zum Hundeführer und sind optimal dafür geeignet, auf großflächige Weise Wild aufzuscheuchen und es vor die Schützen zu führen.

Unterschiede von Bracken

Die verschiedenen Rassen unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Größe, Geschwindigkeit, Wildschärfe, Gewicht und äußere Erscheinung. Die westfälische Dachsbracke ist mit einer Schulterhöhe von 30 bis 38 cm die kleinste anerkannte Bracken-Rasse, während die steirische Rauhaarbracke und die Brandlbracke mit bis zu 58 cm die größten Vertreter dieser Jagdhundegruppe darstellen.

Alle diese Rassen sind vielseitig einsetzbar und eignen sich sowohl für das Stöbern und Brackieren als auch für die Ausübung eines zuverlässigen Spurlauts. Darüber hinaus sind sie alle grundsätzlich geeignet für Aufgaben wie die Verlorensuche, das Apportieren und die Schweißarbeit.

Prüfungen für Bracken

  • SFT: Schussfestigkeitsprüfung
  • SPL: Spurlautprüfung
  • SchwK: Schweißprüfung auf Kunstfährte
  • SchwN: Schweißprüfung auf Naturfährte
  • APB: Anlagenprüfung

Keine Aufgaben von Bracken

Aufgrund ihrer Größe sind Bracken nicht für die Baujagd geeignet, und ihnen fehlt die natürliche Veranlagung zum Vorstehen. Obwohl sie eine ausgezeichnete Kondition haben, sind sie keine Sprinter und daher nicht optimal geeignet, um krankes Wild schnell zu verfolgen und zu erlegen.

Familientauglichkeit

Im Grunde genommen können Bracken als Familienhunde gehalten werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sie eine hohe Auslastung, eine konsequente Erziehung und klare Hierarchie benötigen. Wenn man als Erstlingsführer einen Bracken hält, ist es ratsam, sich Unterstützung von erfahrenen Hundehaltern zu holen, um den Bedürfnissen des Hundes gerecht zu werden.

Fazit

Zusammenfassend ist diese Rasse eine bemerkenswerte Gruppe von Jagdhunden, die für ihre eigenständige Jagdfähigkeit und ihren zuverlässigen Spurlaut bekannt sind. Sie sind in der Lage, in verschiedenen Aufgabenbereichen, wie Stöbern, Brackieren, Verlorensuche, Apportieren und Schweißarbeit, erfolgreich eingesetzt zu werden. Allerdings sind sie aufgrund ihrer Größe und Jagdnatur nicht für alle jagdlichen Disziplinen geeignet, und eine konsequente Erziehung sowie ausreichende Auslastung sind entscheidend, wenn sie als Familienhunde gehalten werden. Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Hundehaltern kann in solchen Fällen von großem Nutzen sein.

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