Erdhunde

Erdhunde

In diesem Artikel werden wir ausführlich über Erdhunde sprechen. Wir werden auf die verschiedenen Jagdhunderassen eingehen, die dieser Gruppe angehören, ihre besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten beleuchten, Möglichkeiten zur Prüfung und Ausbildung erläutern sowie einen Einblick in das jagdliche Leben mit einem Erdhund bieten. Außerdem werden wir die Eignung von Erdhunden als Familien- und Hofhunde untersuchen und potenzielle Herausforderungen besprechen.

Inhalt: Was du über Erdhunde wissen solltest.

  1. Erdhunde – Spezialisten mit Herz
  2. Beim Dackel gibt es in drei verschiedenen Größenklassen
  3. Welche Merkmale kennzeichnen einen Erdhund?
  4. Einsatzbereiche von Erdhunden
  5. Unterschiede von Erdhunden
  6. Prüfungen für Erdhunde
  7. Keine Aufgaben von Erdhunden
  8. Erdhunde - Familientauglichkeit
  9. Fazit

Erdhunde – Spezialisten mit Herz

Die Bezeichnung Erdhunde, auch unter dem Namen Bauhunde bekannt, bezieht sich auf eine beliebte Gruppe von Jagdhunden, die ursprünglich für die Baujagd gezüchtet wurden. Diese Hunde zeichnen sich durch ihre geringe Körpergröße, einen schlanken Brustkorb und ihre außerordentliche Wendigkeit aus.

Beim Dackel gibt es in drei verschiedenen Größenklassen

  • Normalschlag (Brustumfang über 35 cm)
  • Zwergschlag (Brustumfang 30 – 35 cm)
  • Kaninchenshlag (Brustumfang unter 30 cm)

Welche Merkmale kennzeichnen einen Erdhund?

Erdhunde zeichnen sich besonders durch ihre Fähigkeit zur Baujagd aus. Ihre geringe Größe und ihre beeindruckende Wendigkeit ermöglichen es ihnen, in Bauten vorzudringen und Raubtiere wie Füchse und Dachse dazu zu bringen, den Bau zu verlassen, was als „Springen“ bezeichnet wird.

Diese Hunde sind daran gewöhnt, in Bauwerken eigenständig zu handeln und selbstständige Entscheidungen zu treffen. Sie besitzen die nötige Wildschärfe, um genügend Druck auf das Raubwild auszuüben, sodass es den Bau verlässt. Gleichzeitig sollten sie jedoch auch genug Vorsicht walten lassen, um Konflikte im Bau zu vermeiden und Verletzungen zu verhindern.

Ein hoher Arbeitswille, Hartnäckigkeit und die Fähigkeit, zuverlässig Laut zu geben, sind weitere charakteristische Merkmale von Erdhunden.

Einsatzbereiche von Erdhunden

Erdhunde sind hauptsächlich für die Baujagd bekannt, aber ihre Fähigkeiten sind in verschiedenen Jagdsituationen äußerst nützlich. Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sie sich perfekt für das Stöbern in dichtem Unterholz und können sich geschickt durch Brombeersträucher bewegen. Ihre ausgeprägte Wildschärfe macht sie auch zu wertvollen Helfern bei der Schwarzwildjagd.

Die ruhige und zielstrebige Arbeitsweise der Erdhunde, ihre Entschlossenheit und ihre ausgezeichnete Nase machen sie außerdem zu erstklassigen Fährtenhunden. Sie sind prädestiniert für die Arbeit auf der Schweißfährte, um verletztes Wild aufzuspüren.

In begrenztem Umfang sind Erdhunde auch für das Apportieren von Federwild und Kaninchen geeignet.

Aufgabenbereiche der Erdhunde vor dem Schuss:

  • Bauarbeit
  • Stöbern
  • Spurlautes jagen

Aufgabenbereiche der Erdhunde nach dem Schuss:

  • Schweißarbeit
  • Apport

Unterschiede von Erdhunden

Erdhunde variieren hauptsächlich in ihrer Wildschärfe, ihrer Größe und ihrem äußeren Erscheinungsbild. Kleinere Erdhund-Rassen wie der Kaninchen Teckel sind ideal für die Jagd im Kaninchenbau geeignet. Im Gegensatz dazu sind größere und schwerere Erdhunde besser geeignet, um Wild zu apportieren.

Prüfungen für Erdhunde

Erdhunde können an einer breiten Palette von Prüfungen teilnehmen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Bauhunde die Brauchbarkeitsprüfung erfolgreich absolvieren, bevor sie in jagdlichen Situationen eingesetzt werden.

  • AP: Anlagenprüfung
  • GP: Gebrauchsprüfung
  • Sp: Spurlautprüfung
  • Warb: Wasserarbeit
  • WP: Waldprüfung
  • SwO: Schweißprüfung
  • St: Verbandsstöberprüfung
  • BauN: Bau / Naturarbeit
  • Kschl: Kaninchenschleppe
  • Vp: Vielseitigkeitsprüfung

Keine Aufgaben von Erdhunden

Erdhunde haben die Möglichkeit, an verschiedenen Prüfungen teilzunehmen, doch es ist von großer Bedeutung, dass ein Bauhund die Brauchbarkeitsprüfung erfolgreich besteht, bevor er für jagdliche Zwecke eingesetzt wird. In einigen Fällen ist dies auch eine Voraussetzung, um eine Haftpflichtversicherung für den Hund abzuschließen, abhängig von der Jagdhaftpflichtversicherung und den Gesetzen des jeweiligen Bundeslandes.

Erdhunde - Familientauglichkeit

Die meisten Erdhunde können sich gut in Familien integrieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sie einen starken eigenen Willen haben und eine konsequente Erziehung erfordern. Wenn sie von einem erfahrenen Hundebesitzer geführt werden, sind sie oft gut mit Kindern verträglich und können auch als Zweit-Hund eine gute Wahl sein.

Darüber hinaus können Erdhunde auch als Hofhunde eingesetzt werden.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Erdhunde, auch als Bauhunde bekannt, eine vielseitige Gruppe von Jagdhunden sind. Sie sind spezialisiert auf die Baujagd, aufgrund ihrer geringen Größe und Wendigkeit können sie jedoch auch in dichtem Unterholz und Brombeeren stöbern. Ihre Wildschärfe macht sie nützliche Partner bei der Schwarzwildjagd, während ihre Fähigkeiten auf der Schweißfährte sie zu ausgezeichneten Fährtenhunden machen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Erdhunde eine konsequentes Hundetraining benötigen und nicht für alle jagdlichen Aufgaben geeignet sind, wie beispielsweise das Vorstehen oder das Herunterziehen von schwerem Wild. Dennoch können sie als Familienhunde und Hofhunde gute Begleiter sein, wenn sie in erfahrenen Händen sind.

Die Teilnahme an Prüfungen wie der Brauchbarkeitsprüfung ist von großer Bedeutung, um sicherzustellen, dass Erdhunde in jagdlichen Situationen effektiv eingesetzt werden können. Insgesamt sind Erdhunde eine wertvolle Ergänzung für die Welt der Jagd und als Begleiter in verschiedenen Umgebungen.

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